Longboard Achsen: Ohne sie geht es nicht

Wenn du ein Longboard ohne Achsen hättest, würdest du ganz schön alt aussehen. Sie sind so wichtig, dass ein Artikel über Longboard Achsen und deren Unterschiede mehr als gerechtfertigt ist.

Darum solltest du diesen Artikel lesen:

  • Du erfährst alles Wichtige über Longboard Achsen und die Unterschiede.
  • Du könntest nach dem Lesen auch selbst Hand anlegen. Mit ein wenig Glück :-)
Longboard Achsen Aufbau

Longboard Achsen Aufbau

Longboard Achsen Unterschiede in der Fertigung

Es gibt unterschiedliche Arten von Longboard Achsen. Am häufigsten sind die sogenannten Gussachsen, bei denen der Achsstift mit flüssigem Aluminium in einer Form gegossen und verpresst wird. Darüber hinaus gibt es kaltgeschmiedete Achsen, bei denen Metall in die gewünschte Form geschmiedet wird. Dafür ist ein sehr hoher Druck nötig. Kaltgeschmiedete Achsen sind fast so stabil wie die sogenannten CNC-Achsen.

CNC-Achsen stellen quasi die Luxusvariante der Longboard Achsen dar. Eine Metallfräse arbeitet diese Achsen aus einem großen Aluminium-Block heraus, ein sehr aufwendiges Verfahren also. Dadurch kosten CNC-Achsen auch deutlich mehr. Die Vorteile dieses Herstellungsverfahrens liegen darin, dass andere Geometrien möglich sind. Zusätzlich ist es sehr viel genauer als andere Herstellungsverfahren.

Longboard Achsen: Die Teile

Longboard Achsen Aufbau - Kingpin, Washer, Baseplate, Bushings, Speedrings, Muttern

Longboard Achsen Aufbau – Kingpin, Washer, Baseplate, Bushings, Speedrings, Muttern

Speedrings

Die kleinen Distanzringe auf dem Achsstift werden Speedrings genannt. Sie sorgen für einen freien Lauf der Kugellager. Eine Rolle braucht immer zwei Speedringe. Falls du sie selbst montieren möchtest, musst du sie an den Außenseiten der Kugellager feststecken und zwar zwischen Hanger oder Mutter (siehe Abbildung 1).

Hanger

Der Hanger besteht aus dem Pivot und dem Achsstift, an dem die Rollen befestigt werden. Das runde Stück aus Metall ist sozusagen der Dreh- und Angelpunkt deiner Achse und steckt in der Baseplate. Der Hanger kann unterschiedliche Eigenschaften haben, die für das Lenkverhalten der Achse entscheidend sind. So bedeutet ein schmaler Hanger beispielsweise mehr Agilität, denn die Rollen müssen beim Fahren einer Kurve eine geringere Distanz zurücklegen.

In der Regel verwendet man für maximal 22cm breite Decks 150 mm Achsen. Bei anderen Breiten sind 180 mm Achsen sinnvoll. Sehr breite Hanger (200 mm) sind hauptsächlich bei Downhill Longboards zu finden. Hier ist die Stabilität auch bei großer Geschwindigkeit deutlich höher.

Bushingseat

Der Bushingseat befindet sich am Hanger. Üblicherweise wird das Bushing direkt am Rand von der Achse umfasst. Die Fahreigenschaften bestimmen sich je nachdem, wie hoch das Metall ist bzw. wie eng es das Bushing umschließt. Bei einem falschen Bushingseat wird die Achse leicht gelenkt. Fürs Cruisen oder Carven ideal. Bei eng anliegendem Bushingseat ist die Achse äußerst stabil und hält auch bei hohen Geschwindigkeiten.

Rake

Die Geometrie des Achsstifts ist für das Fahrgefühl entscheidend. Wenn er ein bisschen versetzt vom Pivot ist, sprechen Profis von einer sogenannten Rake-Achse. Sie fühlen sich lebendiger an und sind bei Cruisern und Carvern ziemlich beliebt. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass man bei Rake-Achsen den Hanger um 180° flippen kann. Dadurch werden die Achsen flacher und lassen sich deutlich ruhiger fahren.

Longboard Achsen: Selbst ist der Mann

Willst du selbst Hand anlegen, kommen hier ein paar Tipps:

Kingpin

Die Schraube, welche die Baseplate, den Hanger, die Bushings und den Washer zusammenhält, heißt Kingpin. Damit er nicht bricht, solltest du darauf achten, dass die Schraube nicht wackelt. Ziehst du die Kingpin-Mutter an, kannst du leicht das Lenkverhalten der Achse verändern. Beim Anziehen werden die Bushings fester an den Hanger und die Baseplate gepresst. Der Gegendruck der Bushings wird etwas höher. Auf diese Weise bekommst du die Achse stabiler. Wenn dir die Achse zu hart erscheint, drehst du die Kingpin-Mutter einfach etwas auf. Achte jedoch darauf, dass der Hanger nicht wackelt! Übrigens: Der Kingpin ist entweder fest montiert oder herausnehmbar.

Washer

Als Washer werden die Metallplättchen bezeichnet, die auf den Bushings aufliegen. Du bekommst Washer als flache Scheiben, sogenannte Flatwasher und mit einem Kranz drumherum, , sogenannte Cupwasher. Washer können das Lenkverhalten stark beeinflussen. So geben Flatwasher dem Bushing mehr Platz zum Verformen und erzeugen dadurch mehr Lean. Cupwasher begrenzen hingegen den Lena stark und ermöglichen ein stabileres Achsgefühl.

Baseplate

Die Baseplate ist die Basis jeder Achse. Sie wird mit Schrauben an das Deck montiert. Mindestens vier Löcher sind in der Baseplate nötig. Dafür sind zwei Arten von Bohrungen möglich: sogenannte Oldschool- und Newschool-Bohrungen. Üblicherweise findest du bei Longboards die Oldschool-Bohrungen. Das liegt daran, dass mit Longboards seltener gegrindet wird. Du benötigst also etwas Stabileres.

Du bekommst Baseplates in verschiedenen Winkeln. Hier gibt Gradzahl an, in welchem Winkel der Pivot zur Baseplate steht. Der Winkel wiederum ist entscheidend für das Lenkverhalten. Auch die Höhe der Achse wird durch den Winkel bestimmt. Bei niedrigem Winkel ist die Achse flach und lässt sich eher träge fahren. Diese Achsen werden sehr gern von Longboard Anfängern benutzt, die sich am Freeride oder Downhill ausprobieren.

So, nun weißt du etwas mehr über Longboard Achsen. So ganz uninteressant war es sicher nicht für dich, oder? Ich würde mich freuen, wenn du auch noch ein paar Tipps und Tricks über Longboard Achsen mit mir und meinen Lesern teilst. Kommentiere doch einfach den Artikel oder nutze die Facebook-Fanpage.

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