Longboard Freeride: Das musst du wissen

Eine äußerst populäre Disziplin im Longboard-Sport ist der Freeride. Darunter versteht man für gewöhnlich schnelle Abfahrten, die mit Slides und Drifte kombiniert werden. Du erfährst in diesem Beitrag das Wichtigste übers Longboard Freeride, ich gebe dir Tipps für das richtige Board und du lernst einige coole Tricks kennen.

Longboard Freeride

Longboard Freeride – für manche die Königsdisziplin

Longboard Freeride: Allgemeines

Falls du Snowboarder bist, kennst du sicher das Gefühl, einen Berg neben der Piste runterzusausen. Ziemlich genau so fühlt sich Freeriding an. Wenn du mit deinem Longboard Freeride ausprobierst, wird dich das Gefühl von Freiheit nie mehr loslassen. Gerade als Adrenalinjunckie ist das eine coole Longboard Disziplin für dich. Manche Longboarder bezeichnen Freeriding sogar als Königsdisziplin, das sagt ja schon alles, oder?

Longboard Freeride: Das richtige Board

Ähnlich wie Downhill Longboards sind auch die Boards für Freeride auf Geschwindigkeit optimiert. Im Allgemeinen haben sie einen härteren Flex, es gibt aber durchaus Modelle mit einem leichteren Flex. Die Hersteller haben Freeride Longboards so konzipiert, das sie – zumindest in den meisten Fällen – Twin Tip Decks haben. Die symmetrische Form zeigt klar, wo vorne und hinten ist und kommt so Slidern sehr entgegen. Oft sind Freeride Longboards auch als Drop Through gestaltet. Auch das erleichtert die Slides enorm. Um einen tieferen Standpunkt zu erreichen sind die Freeride Boards auch häufig gedroppt. Für sogenannte Wheelis, aber auch Shuvits, sind einige Freeride Boards mit Nose- und Tailkicks ausgestattet.

Wenn du also das passende Freeride Longboard kaufen möchtest, kannst du auf diese Details achten und wirst sicher nichts falsch machen.

Zur Einstimmung hier erst mal ein gutes Longboard Freeride Video:

Longboard Freeride Tricks

Nun möchte ich dir noch ein paar Longboard Freeride Tricks für Anfänger und Fortgeschrittene vorstellen.

Toeside Pendy

Dieser Trick eignet sich super für Longboard Anfänger. Und so geht’s:

  1. Du brauchst eine breite Straße, die ein wenig Gefälle hat. Beginne zunächst damit, Geschwindigkeit aufzubauen und mach einen Setup Carve. Nun gehst du aus dem Carve kommend in die Knie, wobei deine Hände zum Boden gehen und sanft aufsetzen sollten. Verlagere dein Gewicht nun über die spitzen deiner Füße auf die Kante des Bretts und deine Hände.
  2. Bringe das Brett jetzt mit einer leichten Streckbewegung zum Ausbrechen. Drücke es um über 90 Grad heraus und drehe deinen Kopf dabei nicht komplett, sondern schau möglichst in Zielrichtung. Halte deine Körperspannung immer aufrecht, indem du Arme und Füße nicht allzu weit vom Oberkörper weg streckst.
  3. Nun drehe deine vordere Schulter erneut in Fahrtrichtung, um aus dem Slide zu kommen und ziehe gleichzeitig deinen Fuß zurück in die Fahrtlinie. Nimm dein Gewicht nun langsam wieder von deinen Händen herunter und versuche, es nach vorn aufs Brett zu verlagern. Nimm nun deine Hände vom Boden.
  4. Zum Abschluss stehst du auf und fährst weiter, sobald du merkst, dass die Rollen wieder Grip haben.

Das war es schon, du hast deinen ersten Longboard Freeride Move gemacht. Ein wenig Übung ist sicherlich erforderlich, aber es bringt auch viel Spaß!


Coleman Slide

Kennst du die klassischen „Hands Down“-Slides, bei denen man das Brett mit einer Hand am Boden querstellt, damit die Geschwindigkeit reduziert wird und ein cooles um die Kurven sliden ermöglicht wird? Genau so ein Trick ist der Coleman. Und so geht’s:

  1. Fahre einen Setup Carve, um den Coleman einzuleiten. Drehe nun deine Schulter leicht in die Richtung des Slides und gehe gleichzeitig in die Knie runter. Fahre nun eine enge Kurve. Jetzt verlagerst du dein Gewicht auf das vordere Bein und setzt das hintere Knie etwas schräg über das Board.
  2. Beende den Slide, indem du mit reichlich Speed und die zuvor eingeleitete Rotation sowohl Oberkörper als auch Kopf erneut in Fahrtrichtung drehst. Bleibe auf jeden Fall solange in den Knien, bis du merkst, dass du wieder Kontrolle über dein Board hast.

Auch wenn der Coleman zunächst ein bisschen Überwindung kosten mag, eignet er sich dennoch für Anfänger, denn du hast immer einen freien Arm, der dir die Steuerung erleichtert und du wirst auch ziemlich viel Spaß haben.


Toeside Stand Up 180

Dieser Trick ist eher was für fortgeschrittene Longboarder. Du brauchst eine gute Körperspannung, denn du musst ohne Hand am Brett auskommen. Versuche diesen Trick am Eingang von Toeside-Kurven. So kannst du perfekt deine Geschwindigkeit regulieren. Und so geht’s:

  1. Zu Beginn solltest du ordentlich pushen, denn um den Trick auszuführen, brauchst du eine gute Geschwindigkeit, damit du nicht plötzlich stehen bleibst.
  2. Starte den Trick mit einem tiefen Heelside Carve. So baust du die richtige innere Spannung auf, bevor du in die toeside-Kurve einfährst. Dein Gewicht sollte auf dem vorderen Fuß lasten. Bringe deine Rollen ans Grip-Limit, indem du dich weit in die Kurve lehnst. Halte deinen Blick auf den Scheitelpunkt der Kurve gerichtet. Die hintere Hand legst du sanft auf den Boden und legst ein wenig Gewicht auf sie.
  3. Stelle das Brett mit deinem Hinterfuß nun quer zur Fahrtrichtung und slide kurz. Beende den Slide, sobald deine Geschwindigkeit optimal reguliert ist.
  4. Drehe deine hintere Schulter nach vorne, während du den hinteren Fuß zurücknimmst. Auf diese Weise bringst du dein Gewicht nach und nach über das Brett zurück, bis der Trip wieder da ist. Nun brauchst du nur noch dein Gleichgewicht, um die Linie zu Ende zu fahren.

Packriding – Longboard Freeride Trick für Fortgeschrittene

Wenn du dein Longboard gerne in Gesellschaft bewegst, ist Packriding das Richtige für dich. Hier triffst du dich mit Kumpels und ihr fahrt in sehr geringem Abstand zueinander. Da eine Verletzungsgefahr beim Packriding durchaus gegeben ist, eignet sich dieser Trick am besten für Fortgeschrittene. Achtet einfach darauf, dass sich eure Rollen nicht verhaken.

Beim Packriding gibt es alpgemeingültige Regeln, an die man sich möglichst halten sollte. Dazu gehören:

  1. Wenn du jemanden überholen willst, klatsche zweimal mit den Slidepucks. So weiß der vor dir Fahrende, dass du ihn überholen willst und bleibt auf seiner Linie.
  2. Wenn du überholen willst, wähle eine Linie, die absolut ausschließt, dass du den Vordermann schneidest. Du solltest ihn natürlich auch nicht vom Brett holen. Wenn es für ein Überholen doch zu eng ist, musst du den vor dir Fahrenden bumpen, also leicht anschubsen. Aber bitte nicht überfallartig, sondern vorsichtig. So kann er wieder schneller werden und der Abstand vergrößert sich.
  3. Siehst du, wie jemand eine Hand hebt, bedeutet das, dass er zu einem Footbrake ansetzen will.
  4. Willst du vor der Kurve einen Penny machen, hebst du eine Hand mit ausgestrecktem Finger und beschreibst in der Luft einen Kreis. Dieses Handzeichen ist wie das vorige international gültig und wird von erfahrenen Longboardern richtig interpretiert.

So, nun weißt du wieder ein wenig mehr als zuvor. Wenn du auch noch Informationen zum Thema Longboard Freeride hast, die hier im Text fehlen, freue ich mich über deinen Kommentar.

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